familien- und organisationsaufstellungen

Die Aufstellungsarbeit ist ein Werkzeug, um Verhaltensmuster und Zusammenhänge innerhalb unseres persönlichen sozialen Systems sichtbar zu machen. Mit Hilfe von menschlichen Stellvertretern werden problematische Situationen nachgestellt, intuitiv lösungsorientiert bearbeitet und wenn möglich aufgelöst.


Die Aufstellung:
Das erste gestellte Bild, auch Ursprungsbild genannt, zeigt meist eine Fülle von neuen, bisher nicht gekannten oder nicht so gesehenen Einblicke in die momentane Lage. Die Stellvertreter sind in ihren Äußerungen nicht nur lebendsecht, sondern sprechen auch häufig unverblümt und direkt das aus, was bisher unterschwellig blieb.

Die Einsicht allein führt häufig zu neuen Handlungsmöglichkeiten, da der Klient jetzt "im Bild" ist über seine Situation. Es sind also nicht von außen kommende Veränderungen oder Handlungen anderer, die nötig wären, sondern der Klient selbst verfügt über diese Ressourcen und Handlungsfähigkeiten, konnte bisher nur nicht über sie verfügen und sie nicht einsetzen. Es ist über die Aufstellung möglich, festgefahrene Muster, Projektionen oder Sichtweisen umzuwandeln, und zwar, indem die Form, in der erlebt und aus der gehandelt wird, sich ändert. Durch Prozesse, die mit Liebe zu tun haben, wie Achtung, Verzeihung, Dank, Anerkennung und Würdigung, kann sich die grundlegende Art, wie wir zu uns wichtigen Personen stehen, sehr umfassend ändern. Während in der Aufstellung eine neue Form dafür gefunden wird, ist es dann die schöne Aufgabe des Klienten, dafür auch eine Struktur im eigenen Leben zu finden. Hier wird der Klient in Strukturaufstellungen nicht bevormundet, sondern soweit er möchte, beraten, welche ganz konkreten Umsetzungsschritte nun an der Zeit sind.


Was wird aufgestellt? Nahezu jede Gegebenheit und Problematik die uns persönlich betrifft können wir aufstellen.  Hier ein paar Möglichkeiten der Aufstellungsaspkete:

  • Ungeklärte Aggressionen, Panikanfälle, Wutausbrüche
  • Unzufriedenheit am Arbeitsplatz
  • Konflikte in Paarbeziehungen, Ehen, Freundschaften
  • Probleme in der Herkunfts- oder Gegenwartsfamilie
  • Eltern-Kind-Beziehungen
  • Verlustängste, Ausgrenzung und Mobbing
  • Psychische und körperliche Erkrankungen und Schmerzen
  • Emotionale Symptome, Ängste, Süchte,…
  • Geld- und Finanzprobleme


Achtung! Aufstellungen sind keine Therapie und können eine Therapie auch nicht ersetzen. Es kann allerdings sinnvoll sein, im Rahmen einer Therapie eine Aufstellung zu machen. Das sollte dann unbedingt mit Einverständnis des Therapeuten geschehen.